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Wasserbox

Ein Garten–Bewässerungssystem

Im Garten eines Anwesens im Preußischen Viertel in Dresden, einem ausgedehnten Villengebiet des 19. Jahrhunderts, bestand aufgrund des sandigen Bodens schon immer ein Bewässerungsproblem. Die Wasserspeicherung in Regentonnen und Gartenteich erwies sich besonders in warmen Sommern als unzureichend. Die Lösung ist einfach und vereint praktischen Nutzen mit poetischer Ästhetik: Ein Brunnenschacht wurde gebohrt und ein Bewässerungssystem im Garten verlegt. Zentrales Element ist die Wasserbox, sie übernimmt die Verteilung des Wassers in die Beregnungssysteme des Gartens, in den Hochbehälter zum pumpenlosen Weiterbetrieb der Anlage und in den ihr eigenen Brunnenteil – und bietet mit ihrer fast schwebend anmutenden Wasserfläche und den reizvoll in Erscheinung tretenden Spiegelungen nebenbei einen belebten Blickfang zwischen Hauseingang und Garten.

Die bewusste Entscheidung des Bauherren für Cortenstahl
und gegen Naturstein begründet sich zum einen im technischen Ursprung des Objektes mit seiner Vielzahl zu verlegender Installationen, zum anderen in der erwünschten Filigranität und der zu erreichenden Eigenständigkeit gegenüber bauplastischen Details am Gebäudesockel der denkmalgeschützten Villa. Die Oberfläche hat bereits nach kurzer Zeit ein homogenes äußeres Erscheinungsbild angenommen.

Zeitraum: 05‘2004 Bauherr: Roland Gräfe, Radebeul Entwurf, Bauleitung: Dr. Matthias Lerm, Dresden