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Bibliothek der Philosophen

Fassade, Verglasung, Marmormosaik

Das Bauvorhaben zur Erweiterung der Bereichsbibliothek der Philosophischen Fakultäten am Neuen Palais Potsdam-Sanssouci sah vor, den Innenhof der Anlage durch einen Neubau zu erweitern und umzunutzen. Der Ursprung des hofförmigen klassizistischen Ensembles geht auf das 18. Jahrhundert zurück.

Das Neubauvolumen wurde als schwebender ringartiger Baukörper ausgebildet. Die konstruktiven Elemente der Fassade sind zugunsten einer maximalen Transparenz auf ein Minimum reduziert. Die aus dem Innenraum erlebte Transparenz kehrt sich für den Betrachter von Außen um: Die Glasfläche wird zum Spiegel, in dem die historischen Fassaden mit dem Neubau in einen Dialog treten. Die geschlossenen Fassadenbereiche – umlaufend in der Untersicht und der Aufsicht des Baukörpers – wurden mit einem Marmormosaik bekleidet, dass in Farbe und Materialität mit dem historischen Gebäudebestand korrespondiert.

Die großflächigen, zu Gunsten von Transparenz und Leichtigkeit meißt nur zweiseitig gefaßten Glasformate und die mit Marmormosaik verkleidete Fassade bedeuteten einen hohen Anspruch an die konstruktiven Aufbauten. So ergaben zum Beispiel eingehende Recherchen zur Montage der Marmormosaike, dass kein angebotenes und zugelassenes Fassadensystem die Anforderungen erfüllten konnte. Nach umfangreichen Belastungsversuchen zu Glasaufbau und Dimensionierung der Glasscheiben, sowie Materialtests hinsichtlich konstruktiver und bauphysikalischer Aspekte zur Fassadenverkleidung erwirkten wir jeweils eine Zulassung im Einzelfall und konnten so den Entwurf des Architekten wie ursprünglich geplant umsetzen.

Zeitraum:
01‘2005 – 12‘2005 Bauherr: Liegenschafts- und Bauamt Potsdam Entwurf: b5_p architekten, Berlin Bauleitung: Gewerbe- und Wohnungsbaugesellschaft Potsdam Genehmigungsstatik: Pichler Ingenieure GmbH, Berlin Ausführungsstatik: Ingenieurbüro Höhne, Bergen auf Rügen