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„Burg Ziesar“

Holz-Stahl-Glas Fassadenkonstruktion

Neues zwischen Altem: Zwischen Ostflügel und Bergfried wurde der Veranstaltungsraum für Stadt und Museum errichtet. Der Neubau schließt in diesem Bereich wieder den inneren Burghof. Vielfältige Veranstaltungen mit bis zu hundert Personen können dort stattfinden. Vom Gebäudeinneren hat der Betrachter einen ungehinderten Ausblick auf die wertvollen mittelalterlichen Fassaden des Burghofes und in den Park.

Die gesamte Konstruktion des Neubaus ist so ausgelegt, dass die historischen Baustrukturen unberührt blieben. Über die exakt zwischen den archäologischen Befunden platzierten Bohrpfähle und die eingespannten Rundstützen werden die Lasten abgeleitet. Von den Stützen aus kragt die hölzerne Dachkonstruktion aus Douglasie zu den mittelalterlichen Bauten aus, ohne diese zu berühren. Um einen regendichten Anschluss herzustellen, wurden die Verglasungen an die flankierenden Fassaden herangezogen. Die großen Glasflächen des Neubaus stehen bewusst in Kontrast zu den Fassaden der Burg und zur Natursteinfassade des Bergfrieds. Die Höhe des Erdgeschossfußbodens resultiert aus der Höhe der vorgefundenen und unter dem Neubau erhalten gebliebenen archäologischen Grabungen. Mit dem Ausbau zum Museum fand erstmalig eine umfassende Restaurierung der Burganlage unter Berücksichtigung der historischen Bausubstanz statt. Altes wurde konserviert und Neues zeitgemäß hinzugefügt.

Planungszeitraum: 11‘2004 – 08‘2005 Bauherr: Stadt Ziesar Entwurf, Bauleitung: Kühn-von Kaehne und Lange, Potsdam Ausführungsstatik: Ingenieurbüro Höhne, Bergen/Rügen